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Samstag, Juli 24, 2004

24. Juli 2004 - fuenf Monate bis Weihnachten ...

Weihnachten? Ja, denn irgendwie hoert man hier an jeder Ecke Weihnachtslieder und selbst in dem Uni-Gebaeude, in dem wir ab dem naechsten Montag unsere Vorlesungen haben werden, steht in einem Zimmer ein voll geschmueckter Weihnachtsbaum.Am Hotel nebenan sind Lichterketten in Weihnachtsbaumform, die abends auch entsprechend illuminiert werden.Aber das nur am Rande.
Heute stand die erste Besichtigungstour auf dem Programm - Gu Gong, die Verbotene Stadt. Drei Reisebusse haben alle im Studentenwohnheim Beherbergten zum Platz des Himmlischen Friedens gekarrt.An der schier endlosen Schlange an Besuchern fuer das Mao Mausuleum vorbei wurden wir von Susan zur Eile angetrieben: "Hurry up, we have to catch up to the others" - wobei sich nicht herausgestellt hat, was diese ganze Hektik im Endeffekt sollte. Dabei konnte man so schoene Touri-Fotos vor dem Tor des Himmlefriedens machen, mit Mao Seite an Seite stehen (s. Fotoalbum).
Was es im einzelnen mit den Gebaeuden in der Verbotenen Stadt auf sich hat, entnimmt man wohl doch besser einem Reisefuehrer, jedenfalls haben wir uns mit Hilfe der deutschen Audio-Tour durch dieses imposante Bauwerk geschoben - so viele Menschen, die keinerlei Hemmungen vor Koerperkontakt haben, hab ich bis dato nie erlebt. Und dann sind Sarah und ich auch noch gleich von zwei jungen Chinesen "angesprochen" worden, die unbedingt ein Foto von sich mit uns Langnasen haben wollten.Ueberhaupt ist es schon sehr witzig zu erleben, wie einen die Leute anschauen. Obwohl recht viele europaeische bzw. nicht-asiatische Touristen unterwegs sind, ist man wohl doch eine aussergewoehnnliche Erscheinung. Halt so aussergewoehnlich, wie auch wir hier die heimischen Gegebenheiten erleben.Fotos vom Palast (natuerlich mit uns im Vordergrund ;-) gibt es im Fotoalbum, sobald wir eine Moeglichkeit gefunden haben, unsere Bilder hochzuladen.Von Sueden nach Norden gesehen schliesst sich der Jingsahn Park an die Verbotene Stadt an, von dessen mit einem Tempel bebauten Huegelspitze aus man eine Rundumsicht ueber die gesamte Stadt hat, wobei sich von oben betrachtet das alte und das neue Peking wunderbar mit einem Blick erfassen lassen.Nach dem Mittagessen in einem Restaurant der am Tag zuvor entdeckten Fressmeile im Einkaufscenter wollten wir uns wieder dem Nervenkitzel einer Taxifahrt von Beijing City-Center zur Unterkunft stellen, allerdings war der Fahrer eher lahm - was mir zumindest Gelegenheit gegeben hat, im Woerterbuch und Reisefuehrer alle noetigen Begriffe zu suchen, um dem Fahrer begreiflich zu machen, dass wir nicht zum Hotel, sondern weiter "uang tschiaen" (geradeaus) "shi zi lu kou hou bian" (nach der Kreuzung) zum "chao ji shi chang" (Supermarkt) wollten - und der Fahrer hatte nicht nur Spa? sondern hat uns auch tatsaechlich dort abgeliefert, wo wir hin wollten. Und das mal wieder zu einem Superkurs von 24 Yuan (2,40  EUR).Und bei diesen Preisen neigt man ja doch zur Dekadenz, so dass wir uns vom Supermarkt mit der Rikscha zum Hotel haben fahren lassen. Wobei der Rikscha-Fahrer von Sarah und Lara mehr zu kaempfen hatte, als der von Daniel und mir ;-)

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