Wir wollten ja eigentlich
Wir wollten ja eigentlich aufstehn - aber da wurde uns gestern Nacht um drei doch noch bewusst, dass die heutige Dozentin wieder die Dame des ersten Tages war, die zum einen kaum zu verstehen war und zum anderen inhaltlich nicht wirklich viel zu bieten hatte - und diese Vermutung wurde uns dann auch von den morgens Anwesenden voll und ganz bestaetigt.So begann unser Tag im Grunde um 13.00 Uhr mit dem Mittagessen in der Mensa. Leider schliesst die Mensa schon um eins und nur die Wok-Gerichte waren noch verfuegbar. Am Mittwoch hatten wir gar nicht darauf geachtet. Aus frischen Zutaten kann man sich fuer 5 Yuan sein eigenes Gericht frisch im Wok zubereiten lassen - super lecker.Heute Nachmittag war wieder Mandarin, und neben einigen Floskeln wie "Wie geht es dir?" ("Ni hao ma?") und "Bist du muede?" ("Ni lie ma?", worauf die Antwort dann ehrlicher Weise "Wo hen hen lie" - "Ich bin sehr sehr muede." lautete) haben wir auch die Zahlen sowie die chnesische Finger-Zaehlweise beigebracht bekommen. Schon sehr praktisch, wenn man an einer Hand bis 10 zaehlen kann. Ich koennte mir vorstellen, dass das mit ein Grund ist, warum die meisten Chinesen gut in Mathe sind: von Kindesbeinen an muss der Zahlbegriff viel abstrakter erfasst werden, da zum Beispiel Summen im Bereich bis zehn nicht einfach an den Fingern abgezaehlt und aufaddiert werden koennen (3 Finger an der rechten Hand und zwei Finger an der linken Hand sind zusammen 5 Finger).Ausserdem haben wir die Woerter fuer "kleiner Bruder" ("didi"), "grosser Bruder" ("gege"), "kleine Schwester" ("meimei") und "grosse Schwester" ("jiejie") gelernt - nur, wofuer sollen die gut sein? (s. Vortag)Auch wenn es wundert - das war schon der Bericht fuer heute, da wir nur noch abgehangen haben. Muss ja auch mal sein. Gleich werden wir uns wohl noch durch die diversen im Supermarkt um die Ecke erstandenen Biersorten trinken und Chips und Muffins essen - war wohl nix mit Abnehmen in Peking (Wir wollten ja eigentlich, s. o.) ;-)

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