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Samstag, August 14, 2004

Das Ding mit den Ming

Die letzte organisierte Fahrt fuehrte uns heute zu den Ming-Gräbern ausserhalb der Stadt. Vielen Stimmen nach sollten die Mitte des letztes Jahrhunderts ausgegrabenen und wieder zugänglich gemachten Gräber ein Highlight eines jeden Peking-Aufenthaltes sein. – Das konnte man dann sehen wie man wollte…
Um halb zehn kamen wir, alle etwas verschlafen, mit dem Bus an den Gräbern an und machten uns sofort auf den Weg zum Eingang des Dingling-Grabanlage, dem wohl groessten der dreizehn Gräber. Zusammen mit Unmengen von Chinesen und asiatischen Touristen schoben wir uns nach einer Flughafen –maessigen Sicherheitsdurchleuchtung durch ein Treppenhaus, das den Charme eines U-Bahn-Einganges versprühte, etwa 30 Meter in die Tiefe. Unten erwartete uns dann eine Haupt-, zwei Neben- und drei Mittelkammern, durch die das grosse Schieben dann weiterging. In einer der Mittelkammern waren verschiedene Marmorthrone des Kaiers zu sehen, in der Hauptkammer dann die abgedeckten Graeber. Beindruckend war dann noch ein etwa 7 Meter hohes Marmortor am Haupteingang des Grabes. Nach ein paar Minuten wurden wir wieder mit der Menge nach draussen gespuelt.
In der Aussicht, dass dies erst das erste der vielen Graeber war, liefen wir zurueck auf den Vorplatz und suchten nach dem „Sacred Way“, einer Strasse mit riesigen Steinstatuen die es vor allem Lara angetan hatte (ich sage nur: lebensgrosse Steinelefanten). Wie die uebrigen Graeber auch, war diese aber etwa 2-3 Kilometer in dem weitlaeufigen Gelaende entfernt. Nicht gerade begeistert warteten wir dann die naechste Stunde auf die Abfahrt des Busses und waren gegen Mittag wieder an der Uni. Alles in allem wohl der Ausflug, der die in ihn gesetzten Erwartungen am wenigsten erfuellen konnte.
Abends zogen wir dann mit 10-15 Leuten in die Lotus Lane, die Kneipenstrasse am Ufer eines Sees gegenueber dem Beihei-Park. Wie erwartet waren die Cocktail-Preise am Wochenende ungleich hoeher zu dem in der Woche gezahlten, also wendeten wir hier gleich unsere mittlerweile perfektionierten Verhandunglungskuenste an – und drueckten den Long-Island-Ice-Tea-Preis von 60 auf 45 Yuan. Felix hatte zwischendurch mal wieder Hunger und so fanden wir an einem der leckeren chinesischen Spezialitaetenstaende wieder und konnten mit ansehen, wie er (teilweise unterstuetzt von Franzi) neben einem Spiess mit gebratenen Skorpionen auch noch etwas Octopus und Schlange verdrueckte. Zur spaeteren Stunde ging es dann mit dem harten Kern ins „Blue Lotus“, einen Mix aus Kneipe und Tanzschuppen, in dem wir den Rest des Tages dann noch tanzend oder chillend verbrachten.

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