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Dienstag, August 10, 2004

Shudian und Schuhgeschaeft

Immer noch warten auf Regen, die Luftfeuchtigkeit liegt heute bei 89%. - Ein Grund fuer die Chinesen den allgegenwaertigen Klimaanlagen noch ein bisschen mehr Leistung abzuverlangen als sonst. Entweder weil wir uns schon so gut ans Klima gewoehnt haben oder aber weil unsere Betreuer es besonders gut mit uns meinten, glich unser Vorlesungsraum heute folglich einem Kuehlschrank. Da war es doch etwas nettes, sich in der Pause einmal draussen etwas aufzuwaermen...
Die Wirtschaftler kamen dann heute mit dem Thema "Financial and Taxation System" voll auf Ihre Kosten, aber auch fuer der chinesischen Wirtschaft nicht abgeneigte Medieninformatiker waren einige sehr interessante Infos dabei. - Mal sehen was sich in der naechsten Zeit mit unserem bisher erarbeiteten Wissen machen laesst.
Waehrend dann am Nachmittag in Stefans Mandarin-Gruppe der Grossteil der Teilnehmer auch anwesend war, vergnuegten wir uns in meiner Gruppe mit den letzten fuenf der urspruenglich einmal vierzehn Teilnehmer. Dafuer gingen die ueblichen "Follow me"-Wiederholungen und Aussprache-Uebungen etwas schneller ab, was dann doch zu einer sehr kurzweiligen und lehrreichen Session fuehrte. Wir koennen jetzt schon nach dem naechsten Krankenhaus, Buchladen und McDonalds ("maidanglao") fragen, anderen unsere Fahrt zur Grossen Mauer oder zum Tiananmen ankuendigen und selbst sehr vage den Weg zur naechsten oeffentlichen Buecherei erklaeren. Irgendwie hoert sich das bei uns aber immer noch sehr unterschiedlich an. Da die Chinesen ja selbst untereinander immer schon etwas Kommunikationsprobleme zu haben scheinen, stellt sich die Frage, ob wir mit der bisherigen Aussprache in irgendeiner Pekinger Seitenstrasse den Weg zur Bank erfragen koennten. - Und vor allem, ob wir die Antwort verstehen.
Im Anschluss wartete der Schneider unseres Vertrauens dann auf die Anprobe von Stefans Massanzug, passte auch alles schon ganz gut, bis Freitag soll das gute Stueck fertig sein. Die Bocholter Anne war bei der Anprobe ebenfalls zugegen und hob Stefans Hintern in der Anzughose mit einem "Boah, geiler Arsch" charmant hervor ;-)
Die zum Anzug passenden Schuhe sollten auch nicht fehlen, hier war Stefans Leben auf grossen Fuss dann aber ein kleines Problem. Bei der Frage nach Schuhgroesse 46 kicherten die meisten Verkaueferinnen ein wenig verschaemt und gestanden dann, solche Boote nicht im Sortiment zu haben. Nach mehreren Geschaeften gabs dann aber doch noch ein Schnaeppchen, Stefan ist jetzt gluecklicher Besitzer von Playboy-Schuhen (wer keonnte sie besser tragen als er?). Ein bei der Anprobe anwesender Chinese wird wohl sein Leben lang diese grossen Fuesse nicht mehr vergessen, die er zusammen mit seiner kleinen Tochter immer wieder mehr oder weniger offensichtlich bestaunte.

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