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Dienstag, August 03, 2004

Was denn, so spaet schon?

Ueberascht war ich nicht wirklich, als Daniel um 10.00 sagte, dass wir verschlafen haetten, denn 3 Stunden zuvor hab ich ja meinen Wecker nach mehrmaligem Klingeln dann doch auf "aus" gestellt.So konnten wir dann genau zur richtigen Zeit in der Mensa fruehstuecken, um von dort weiter zum Mandarin-Kurs zu gehen.Heute haben wir die Speisen- und Getraenkekarte durchgenommen, inkl. der zum Bestellen notwendigen Floskeln. Da haben wir doch gleichzeitig die noetigen Vokabeln zum Flirten gelernt: "Ni shi " ("Du bist suess.") und "Ni shi " ("Du bist scharf.") Unsere Lehrerin konnte uns nicht ganz folgen, allerdings verwendet man in China "" ("scharf") als Charaktereigenschaft.Wir wollten in Laras Geburtstag reinfeiern und haben uns zunaechts unten im Studentenwohnheim zur Einstimmung getroffen, um dann mit ca. 25 Leuten eine Karaoke-Bar anzusteuern. Im Untergeschoss eines Hotels (Yu kannte die Adresse) kann man sich stundenweise Kaaraoke-Lounges mieten, in denen man dann sein eigenes Programm machen kann. Ich weiss nicht wirklich was drueber zu schreiben, ausser dass es extrem witzig war - hier ist ein Blick ins Fotoalbum auf jeden Fall ein Muss.

Karaoke-Alarm

Mag man uns vielleicht eine boese Absicht unterstellen, aber das Verschlafen am heutigen morgen war dies wirklich nicht. Nachdem ein pruefender Blick auf die Uhr anzeigte, dass die Vormittagsvorlesung nicht mehr lohnte; schauten wir uns eine hier guenstigst erworbene DVD an, um zumindest die entgangene englische Sprache auszugleichen. Nach einem Essen in der Mensa waren wir dann aber zumindest im nachmittaeglichen Mandarin-Kurs wieder im Boot.Unser chinesischer Begleiter Yu wollte uns im Aufenthaltsraum dann gegen 19 Uhr in die Geheimnisse des Mahjong-Spielens einweihen. Es muss in chinesischen Wohnheimen jedoch irgendeine Regelung geben die dies verbietet, auf jeden Fall wurde dem spielerischen Treiben von der Wohnheim-Aufsicht ein schnelles Ende bereitet. Als Reaktion okkupierten wir daraufhin mit ein paar Flaschen Bacardi, O-Saft und drei Paletten Bier den Raum samt Kuehlschrank fuer die Pre-Happy-Birthday-Lara-Party. Gegen 22 Uhr ging es dann weiter zu Laras Geburtstags-Ueberraschung: Zusammen mit den knapp ueber 20 Leuten mieteten wir uns eine Karaoke-Lounge - ein Erlebnis, das wir so schnell nicht mehr vergessen werden. Nach anfaenglicher Verwirrung ueber die Bedienung der Karaoke-Maschine ging es dann so richtig los, als die Kellner die ersten 36 Flaschen Tsingtao-Bier brachten. Die naechsten Stunden werden wohl aus Gruenden der Genver Konvention in akkustischer Form nie an die Oeffentlichkeit gelangen, zumindest von der Qualitaet der Performances koennen einige DigiCam-Fotos zeugen.Die Idee des Karaoke scheint in China seit Beginn der 90er Jahre immer noch nicht wieder aus der Mode gekommen zu sein. Mag es in Karaoke-Bars sein, wo jeder sein Talent der Oeffentlichkeit darbieten kann oder aber in einer privaten Lounge wie in unserem Fall. Unsere Lounge war Teil eines ganzen Karaoke-Kellers eines Hotels und so auch dementsprechend nobel ausgestattet mit Ledersofas, Marmorboeden und einem angeschlossenen Buffet der allerbesten Sorte. Hier zeigt sich auch mal wieder wie guenstig China aus den Augen von uns Europaeern ist. - Wo bekommt man bei uns zu Hause eine chicce Karaoke-Lounge mit circa 100 Flaschen Bier und Essen fuer 20 Personen zu einem Schnaeppchenpreis von 130 Euro?Von Britney Spears bis Village People sangen wir dann in den naechsten Stunden alles, was die Sammlung hergab, aufgrund der Weihnachtsliedbegeisterung in China durfte auch "Last Christmas" vom WHAM! nicht fehlen, zu dem ich mich nach ein paar Bier persoenlich berufen fuehlte. Die Highlights: Felix und Stefan sorgten fuer die Perfomances des Abends und unsere Wohnheim-Hollaenderin ueberraschte mit einem chinesischen Karaoke-Song.Irgendwann war dann Schluss mit Singen und wir rauemten die Lounge fuer die Putzkraefte, das Aufrauemen war zu unserem Glueck auch inklusive und wir konnten uns entspannt auf den Weg nach Hause machen. - Davor mussten wir aber noch auf den "Felix-Stefan" warten, der waehrend einer Fressattacke in den letzten 15 Minuten drei Teller vom Buffet wegputzte.

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